Aktuelles

Berufsverband der Vertragspsychotherapeuten im November

Einladung an alle Mitglieder: Vorstandssitzung bvvp-sh am 29.11.2019 in Hamburg-Bergedorf

 

Der Vorstand des bvvp-sh hält seit einiger Zeit die Vorstandssitzungen regelmäßig reihum bei den Vorstandsmitgliedern bzw. in deren Nähe ab und möchte interessierte Mitglieder herzlich einladen, daran teilzunehmen!

 

 

 

Am 29.11.2019 wollen wir uns in Hamburg-Bergedorf um 20 Uhr im Kulturzentrum LOLA Lohbrügger Landstraße 8, 21031 Hamburg, treffen. Dazu haben wir einen Raum im 1. Stock des Kulturzentrums reserviert. Getränke und Speisen können dort bestellt werden.

 

 

 

Wenn Sie also Interesse haben, an einer unserer Vorstandssitzungen teilzunehmen, sind Sie herzlich willkommen!

 

Sie haben dort auch die Möglichkeit, eigene Fragestellungen einzubringen.

 

 

 

Besonders interessant ist diese Möglichkeit sicher für diejenigen, die im näheren Umkreis tätig sind.

 

 

 

Bitte geben Sie uns kurz Bescheid, wenn Sie kommen möchten, damit wir entsprechend vorplanen können: bvvp-sh@bvvp.de

 

 

 

 

 

Pressemitteilung: Digitale Versorgung Gesetz – bvvp befürchtet Aushöhlung des Gesundheitsdatenschutzes

 

Berlin, 05. November 2019. Am 08.11. 2019 wird der Deutsche Bundestag in 2. und 3. Lesung das „Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation“ (Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG) abschließend behandeln. Im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens sollen die Paragraphen 303a bis f SGB-V komplett geändert werden. Der bvvp sieht darin einen Frontalangriff auf den Gesundheitsdatenschutz in Deutschland. Er fordert die Mitglieder des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages auf, den Gesetzentwurf in der vorgelegten Form abzulehnen und die Paragrafen 303a bis f SGB-V per Änderungsantrag aus dem Gesetzentwurf zu entfernen.

„Der Schutz der Gesundheitsdaten sollte, wie Bundesminister Spahn mehrfach angekündigt hat, in einem eigenen Gesundheitsdatenschutzgesetz verankert und vorab ausführlich in der Fachöffentlichkeit diskutiert werden“, forderte Benedikt Waldherr, Vorsitzender des bvvp Bundesverbandes.
Der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten wendet sich scharf gegen die geplanten Regelungen. Zur Begründung:

  • Eine Übermittlung von Sozialdaten erfolgt bereits jetzt, eine Ausweitung der Datenmenge ist aus Sicht des bvvp nicht notwendig.
  • Die Datenverwaltung wie auch die Festlegung der Kriterien für den Datenzugriff würden, wenn alleine das Bundesgesundheitsministerium per Rechtsverordnung entscheiden dürfte, wer wann wo auf welche Daten zugreifen darf, der Willkür der jeweiligen Regierung unterliegen.
  • Auch die Regeln für die Pseudonymisierung würden vom Bundesgesundheitsministerium nur per Rechtsverordnung festlegbar sein - wiederum ohne parlamentarische Kontrolle.-
  • Die im Entwurf aufgeführte Regelung zur Pseudonymisierung ist in sich nutzlos, da sowohl Vertrauensstelle, als auch Forschungsdatenstelle unter dem Dach und der Hoheit des Bundesgesundheitsministeriums liegen sollen. Das bedeutet, dass auch hier jedwede Details per Rechtsverordnung veränderbar sind.
    Eine solche fehlende Trennung der Zuständigkeiten und die daraus resultierende Möglichkeit, einmal getroffene Regelungen ohne parlamentarische Kontrolle zu verändern, lehnt der bvvp strikt ab.
  • Der bvvp lehnt zudem die Form der Datenselbstbedienung ab, die mit der Einrichtung eines Arbeitskreises der Nutzungsberechtigten einherginge. Die Regelungen, wer wann, wo und wie auf Gesundheitsdaten zugreifen kann, können nicht von jenen gestaltet werden, die selbst am Datenzugriff interessiert sind. Spätestens hier sind die Betroffenen PatientInnen einzubeziehen-
  • Die Kosten für das Forschungsdatenzentrum und die dazugehörigen staatlich-organisatorischen Kosten würden lediglich auf die Krankenkassen und damit auf die gesetzlich Versicherten umgelegt werden statt auf die Nutzer der Daten.
  • Übermittelt würden Personen-, Kosten- und Leistungsdaten, die eine komplette Patientenakte abbildeten.

  • Hauptkritikpunkt ist aber, dass die gesamte Regelung kein Widerspruchsrecht derPatientInnen vorsieht. Hier wird aus Sicht des bvvp das vom Bundesverfassungsgericht eingeräumte Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung massiv verletzt und gezielt umgangen.

Um die Aushöhlung des Gesundheitsdatenschutzes zu verhindern, appelliert der Verband auch mit seiner Stellungnahme an alle Gesundheitspolitiker: Wehren Sie sich gegen die Änderungen der Paragraphen 303a bis f im Sozialgesetzbuch V und die damit einhergehenden Einschränkungen demokratischer Grundrechte.

Für den bvvp
Dipl.-Psych. Benedikt Waldherr
1. Vorsitzender


Berufsverband der Vertragspsychotherapeuten im Oktober

Bundestag beschließt Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz: „Schwere Geburt – Ergebnis mit weitreichenden Konsequenzen“

Berlin, 30.09.19. Der 1. Vorsitzende des Bundesverbands der Vertragspsychotherapeuten e.V. (bvvp) Benedikt Waldherr wie auch Vertreter des Jungen Forums, der Organisation, die den psychotherapeutischen Nachwuchs im Verband vertritt, begrüßen die Verabschiedung des Gesetzes mit den in den letzten Wochen noch erreichten Verbesserungen, sie betonen aber auch den dringenden Nachbesserungsbedarf.

Finanzierung der ambulanten Weiterbildung unzureichend

Für die nach dem neuen Gesetz ausgebildeten PsychotherapeutInnen verbessert sich die finanzielle Situation: Die zukünftige Weiterbildung muss als Anstellung mit angemessener Vergütung erfolgen, wie es die Heilberufekammergesetze der Länder vorschreiben. Auch wenn dies auf dem Papier eine deutliche Verbesserung bedeutet, ist derzeit absehbar, dass mit den gesetzlichen Regelungen die Weiterbildung noch nicht ausreichend zu finanzieren ist. Der Forderung nach einer über die GKV-Finanzierung hinausgehende, zusätzliche Förderung kam die Politik nicht nach. Nur so wären jedoch die Weiterbildung mit Theorievermittlung, Supervision und Selbsterfahrung in gleichbleibender Qualität von den Instituten sicher zu finanzieren und die WeiterbildungsteilnehmerInnen außerdem adäquat zu vergüten.

Übergangsregelungen für PiA

Die heutigen PsychotherapeutInnen in Ausbildung (PiA) werden zwar sowohl für die Praktische Tätigkeit als auch für die Praktischen Ausbildungen eine Mindestvergütung erhalten. Diese entspricht jedoch bei Weitem nicht der von den jungen KollegInnen geleisteten Arbeit und Qualifikation als AkademikerInnen.
„Es wird für einen Übergangszeitraum somit PsychotherapeutInnen in Aus- bzw. Weiterbildung geben, die möglicherweise in derselben Klinik gleiche Tätigkeiten bei sehr unterschiedlicher Vergütung verrichten. Hier fordern wir eine konsequente Nacharbeit des Gesetzgebers“, so Benedikt Waldherr.
Der bvvp bemängelt zudem fehlende Regelungen zum sozialrechtlichen Status der PiA nach bisherigem Recht sowie zu einer gesicherten Berufsbezeichnung. Fraglich bleibt auch, ob sich die steigenden Honorarauszahlungen in der praktischen Ausbildung nicht an anderer Stelle in erhöhten Ausbildungskosten niederschlagen werden. „Wenn man Veränderungen an nur einer Stellschraube vornimmt, ohne die anderen Kostenfaktoren für PiA zu berücksichtigen, wird hier zu kurz gedacht“, kritisiert Katharina van Bronswijk, Vorstandsbeauftragte des Jungen Forum des bvvp.

Stärkung der Verfahrensvielfalt

Der bvvp begrüßt, dass der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie nun verbindlich zu beteiligen ist, sollte die zuständige Behörde Zweifel hinsichtlich der wissenschaftlichen Anerkennung eines psychotherapeutischen Verfahrens oder einer psychotherapeutischen Methode haben. Nur eine klare gesetzliche Vorgabe, im zukünftigen Studium alle wissenschaftlich anerkannten Verfahren zu lehren, erlaubt es den nach dem Studium Approbierten, sich auf guter Grundlage für eines der Richtlinienverfahren zu entscheiden. Dies kann die Verfahrensvielfalt stärken. Allerdings bleibt die Umsetzung in der Approbationsordnung abzuwarten. Der bvvp fordert hier Vermittlung durch Lehrende mit entsprechender Fachkunde. Es ist notwendig, die Weichen für eine ausreichende Finanzierung auf Länderebene zu stellen, damit die hierfür notwendigen Stellen an den Universitäten geschaffen werden können. Diese sind auch Voraussetzung zur Beforschung aller Verfahren.

Übergangsregelungen

Die im Kabinettsentwurf vorgesehene Übergangszeit, in der nach altem Recht begonnene Ausbildungen innerhalb von 12 Jahren abgeschlossen werden müssen, wurde im Gesetz nun um eine Härtefallregelung erweitert, die eine mögliche Verlängerung um drei Jahre vorsieht. Dies begrüßt der bvvp, es bleibt jedoch zu befürchten, dass dieser erweiterte Zeitraum trotzdem nicht für jeden ausreichen wird.
Problematisch ist auch, dass für die heutigen KJP, die die Approbation nach altem Recht erlangt haben, keine Möglichkeit im Gesetz vorgesehen wurde, durch Anpassungslehrgänge die Approbation nach neuem Recht zu erlangen.

Fehlende Approbationsordnung

Die Kammern müssen nun die Weiterbildungsordnungen erstellen. Ohne eine Approbationsordnung für das neue Studium ist dies jedoch schwierig. Erst in dieser werden die Inhalte definiert, die im Studium vermittelt werden müssen. Da die Weiterbildungen auf den im Studium vermittelten Kompetenzen und Inhalten aufbauen sollen, müssen diese vor Erstellung von Weiterbildungsordnungen bekannt sein. Nur so wird eine passgenaue Abstimmung der Inhalte sichergestellt. Für derzeitige Studierende muss der Wechsel in den neuen Studiengang über Nachqualifizierungen ermöglicht werden. Hierzu fehlen die Approbationsordnung und bundesgesetzliche Weichenstellungen für die Einführung und die angemessene Finanzierung der Anpassungslehrgänge durch die Länder.

Befugniserweiterung auch für die heutigen PsychotherapeutInnen

Erfreulich ist, dass die im Gesetz vorgesehene Befugnis zur Verordnung von psychiatrischer Krankenpflege und Ergotherapie auch für die bereits heute nach altem Recht approbierten PsychotherapeutInnen gelten wird.
Zu begrüßen ist auch, dass im Gesetz neben der Ausübung von Psychotherapie nun auch Beratung, Prävention und Rehabilitation als berufliche Tätigkeiten von PsychotherapeutInnen definiert werden.

Berufsgruppenübergreifende strukturierte Versorgung

Vorgesehen ist auch, dass der Gemeinsame Bundesausschuss eine neue Richtlinie mit einem Versorgungsangebot für schwer psychisch Kranke mit komplexem psychotherapeutischen oder psychiatrischen Behandlungsbedarf entwickelt: Für diese PatientInnen soll es damit berufsgruppenübergreifende, koordinierte und strukturierte Versorgung mit entsprechender Vergütung geben. Die Kooperation von PsychotherapeutInnen und PsychiaterInnen wird damit weiter ausgebaut. Dies ist ein guter Ansatz, den der bvvp so auch gefordert hat. Der Zusatz der diagnoseorientierten und leitliniengerechten Konkretisierung des Behandlungsbedarfs greift allerdings zu kurz.
Der bvvp begrüßt, dass die Bedeutung der PsychotherapeutInnen in der stationären Versorgung psychisch kranker Menschen betont wurde, indem die bettenbezogenen Mindestvorgaben für die Zahl der vorzuhaltenden PsychotherapeutInnen in der Psychiatrie-Personalverordnung angepasst werden sollen.
Auch die Möglichkeit, probatorische Sitzungen frühzeitig in den Räumen des Krankenhauses durchführen zu können, ist ein wichtiger Schritt der Versorgungsverbesserung.
Zu vorgesehenen Incentivierung von Kurzzeittherapien und zur Abschaffung der Antrags- und Gutachterverfahren hatte sich der Verband schon umfangreich in eigener Pressemitteilung (Siehe: https://bvvp.de/interessenvertretung/#pm ) geäußert.

Für den bvvp
M.Sc. Katharina van Bronswijk
Vorstandsbeauftragte des Jungen Forum des bvvp
Dipl.-Psych. Benedikt Waldherr
1. Vorsitzender
Berlin, 30. September 2019

Berufsverband der Vertragspsychotherapeuten im September

bvvp Pressemitteilung
                                                        
bvvp verabschiedet Resolution bei Jubiläums-Delegiertenversammlung zum Digitale Versorgung-Gesetz: Kein Fast-Track von Gesundheits-Apps in die Versorgung!

Berlin, 20.09.2019 Das Digitale Versorgung-Gesetz (DVG) sieht vor, dass Gesundheits-Apps vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, BfArM, geprüft und dann auf einer Auswahlliste aufgenommen werden. Damit sollen sie schneller in die Versorgung kommen und gesetzlich Versicherten zur Verfügung stehen.

Der bvvp fordert in einer Resolution, die bei der Jubiläumsdelegiertenversammlung zum 25. Bestehen des Verbands verabschiedet wurde, der Stellungnahme des Gesundheitsausschusses des Bundesrates zu folgen, die fordert, dass Gesundheits-Apps durch den G-BA geprüft werden müssen, um Qualität und Patientensicherheit zu gewährleisten. Allein der Beleg eines positiven Versorgungseffektes, wie er bisher im Digitale Versorgung-Gesetz geplant ist, reicht nicht aus.

Die Delegierten des Bundesverbands der Vertragspsychotherapeuten e.V. (bvvp) warnen, dass Gesundheits-Apps andernfalls nicht die notwendigen Standards erreichen und den Anforderungen an eine fachgerechte Behandlung in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht entsprechen, die den Versicherten laut SGB V zustehen. Patientinnen und Patienten hätten, so die Resolution, Anspruch auf wirksame Leistungen. Die Sicherheit, dass ihnen diese geboten würden, sei hier nicht gegeben.

Gesundheits-Apps nur nach Verordnung durch ÄrztInnen oder PsychotherapeutInnen - Keine Einmischung von Krankenkassen in die Behandlung!

Wenn die Nutzung von Gesundheits-Apps für die Versicherten durch ihre gesetzliche Krankenkasse bezahlt werden solle, so die Resolution, müsse zwingend im Vorfeld eine fachgerechte Diagnostik durchgeführt werden. „Ohne diese fachkundige Diagnostik und eine Indikationsstellung durch Ärzte und Psychotherapeuten drohen Fehlbehandlungen“, betonte auch Dipl.-Psych. Benedikt Waldherr,
1. Vorsitzender des bvvp-Bundesverbandes. „Für kranke Menschen kann eine nicht fachgerechte Empfehlung einer Krankenkasse zur Schädigung
führen“, heißt es im Resolutionstext, den die Delegierten des zweitgrößten Interessenverbands niedergelassener PsychotherapeutInnen in Deutschland verabschiedeten.

Wirtschaftsförderung ist nicht Aufgabe der Krankenkassen!

Im DVG ist eine Kapitalbeteiligung von Krankenkassen an Start-up-Unternehmen vorgesehen. Sozialdaten von Versicherten sollen genutzt werden können, um die Versicherten bedarfsspezifisch zu beraten. In diesen Vorhaben sieht der bvvp einen Interessenkonflikt der Krankenkassen gegeben. Zudem handele es sich um einen weiteren Schritt zu einer zunehmenden Ökonomisierung des Gesundheitswesens. Diesen lehnten die Delegierten des Bundesverbands der Vertragspsychotherapeuten entschieden ab. Sie betonten in ihrer Resolution, Gesundheit und Gesundheitsdaten dürften nicht zum Wirtschaftsgut verkommen!

Für den bvvp
Dipl.-Psych. Benedikt Waldherr
1. Vorsitzender

bvvp Pressemitteilung

 

25 Jahre bvvp – Eine starke Interessenvertretung für die Psychotherapie in Politik und Gesellschaft

Der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten e.V. (bvvp) lädt anlässlich seines 25-jähriges Bestehens am Donnerstag, dem 19.09.2019 zu einem Festakt, Fachvorträgen und einem Jubiläumsfest.

25 Jahre bvvp, das bedeutet ein Vierteljahrhundert Interessenvertretung für eine Verbesserung der Versorgungssituation für psychotherapeutische PatientInnen, für die Gleichberechtigung der psychotherapeutischen Berufsgruppen sowie den Erhalt und die Förderung der psychotherapeutischen Verfahren und Methoden, es bedeutet zudem Einsatz für die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der psychotherapeutischen Praxen, die Sicherung der Qualität der Versorgung, den Erhalt und die Förderung der Vielfalt der Praxisstrukturen sowie  die angemessene Weiterentwicklung von Richtlinien und Behandlungsleitlinien.

Mit seinen 18 eigenständigen Landes- und Regionalverbänden setzt sich der bvvp seit 1994 als erster und einziger Verband integrativ für die Interessen aller VertragspsychotherapeutInnen (Ärztliche, Psychologische und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen) ein, und das verfahrensübergreifend. Wie aktuell und notwendig diese Lobby für die Psychotherapie innerhalb des Gesundheitssystems ist, zeigt sich an den aktuell diskutierten Themen wie zum Beispiel der Elektronische Patientenakte, der Telematik, der Ausbildungsreform und weiteren Gesetzesvorhaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Am 19.09.2019 findet ab 18.00 Uhr im Hotel Aquino, Hannoversche Str. 5B in 10115 Berlin, die Festveranstaltung anlässlich des 25. Jahrestages der Verbandsgründung statt.

Berufsverband der Vertragspsychotherapeuten im Juni

Neues Informationsmaterial liegt vor!

 

  • Das Info Kompakt zum TSVG – eine 11-seitige Broschüre im Din-A-4-Format zum Nachschlagen aller Neuerungen, die das Gesetz bringt
  • Das Info Kompakt Klagefront – eine 5-seitige Broschüre im Din-A-4-Format zu den Nachvergütungen und zur Erfolgsgeschichte unserer Musterklagen
  • Der aktualisierte Dienstleistungsflyer –  Alle Vergünstigungen, Versicherungsrabatte und Beratungsangebote des bvvp, von denen Mitglieder profitieren im Überblick
  • Passend dazu gibt es eine Dienstleistungsbroschüre, in der dann - NUR FÜR MITGLIEDER! - die detaillierten Angebote aufgeschlüsselt sind – und darüber informiert wird, wie man an die Rabatte herankommt (Welche Kennworte man nennen muss etc)
  • Der nagelneue modernisierte PiA-Flyer – zur überaus wichtigen Information von psychotherapeutischem Nachwuchs
  • Ein aktualisierter EBM-Bestellflyer (nun mit rechtlich notwendiger Widerrufsbelehrung)
  • Steuerbroschüre zum „Kauf und Verkauf psychotherapeutischer Praxen"

Einige Broschüren sind nur Mitgliedern zugänglich!

 

 

Bestellblatt für bvvp-Broschüren
bvvp Bestellblatt Broschüren.pdf
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Pressemitteilung
28.05.2019

 

bvvp positioniert sich: Datenschutz muss für alle gelten! –
auch und ganz besonders bei der elektronischen Patientenakte

 

„Datenschutz ist etwas für Gesunde“ – diese Aussage des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn wurde auf dem Hauptstadtkongress 2019 fast schon gebetsmühlenartig wiederholt. Zu dieser allgemeinen Tendenz, den Datenschutz bei Patientendaten aufzuweichen, passt nun die Ankündigung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), dass in der ersten Version der elektronischen Patientenakte den PatientInnen nicht die Möglichkeit gegeben werden soll, selbst auszuwählen, welcher Behandelnde welchen Eintrag in der elektronischen Patientenakte sehen darf.
Gleichzeitig betonten Minister Spahn und alle anderen Vertreter des Bundesministeriums für Gesundheit - vor diesem Hintergrund eine unglaubwürdige Äußerung -, dass der Patient immer Herr seiner Daten sein solle.
Der Berufsverband der Vertragspsychotherapeuten bvvp e.V. lehnt die vorschnelle Einführung der elektronischen Patientenakte ab, bei der nur pauschal die gesamte Akte eingesehen werden kann oder die Einsichtnahme gar nicht möglich ist.

 

Daten aus psychotherapeutischen Behandlungen sind besonders sensible Daten. Ein Bekanntwerden kann weitreichende negative Folgen für das Leben der betroffenen Menschen haben. Psychisch kranke Menschen sind immer noch von Stigmatisierung bedroht. Es ist unverantwortlich, die e-Patientenakte ohne ein differenziertes
Berechtigungskonzept für die PatientInnen auf den Markt zu bringen.


Das Vorhaben zeigt, wie bedenkenlos der Gesundheitsminister in seinem Aktionismus mit den Rechten der Bürger umgeht. Wo bleibt da die erforderliche Umsicht?
Der bvvp fordert, im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens für das Digitale Versorgungsgesetz (DVG) eine eindeutige Verpflichtung aller Anbieter einer Elektronischen Patientenakte (ePa) zum selektiven Datenschutz in den Paragraphen 291h SGB-V aufzunehmen.
Nur so kann überhaupt Vertrauen in die ePA und alle weiteren Anwendungen der Telematik Infrastruktur entstehen.

 


Darüber hinaus wendet sich der bvvp eindeutig gegen die verschärften Sanktionen bei Nichtanschluss an die Telematik Infrastruktur (TI).

 

Staatlicher Druck und Zwang sind nicht die geeigneten Mittel, um die Akzeptanz der TI zu fördern. Der bvvp fordert das BMG zudem auf, die ernsthaften Bedenken der Kolleginnen und Kollegen, die den Anschluss verweigern, anzuhören und ihnen mit Fakten und klaren gesetzlichen Regelungen im Sinne des Patientenschutzes zu begegnen.


Ein weiteres Thema sind die von Bundesminister Spahn geforderten sogenannten
Datenspenden für die Forschung. "Datenspende ist ein Euphemismus: Der Patient
wird durch eine vermeintlich harmlose Datenspende zum wohlfeien Datenlieferanten
einer prosperierenden Gesundheitsindustrie", meint Benedikt Waldherr, Erster Vorsitzender des bvvp.

 

Bevor Daten freigegeben werden und bevor darüber diskutiert wird, über welche
Anreize die Patienten zur Datenfreigabe bewegt werden sollen (Stichwort „Incentivierung“), muss nach Ansicht des bvvp unbedingt eine grundlegende gesellschaftliche Diskussion über den ethisch angemessenen Umgang mit Gesundheitsdaten stehen. Nur wenn hier ein öffentliches Bewusstsein für die Implikationen eines leichtfertigen Umgangs mit so sensiblen Informationen geschaffen wird, kann über Datenspenden wirksam entschieden werden.

 

Mit mehr als 5200 Mitgliedern ist der bvvp die größte integrative Interessenvertretung
von ärztlichen, psychologischen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.

 

Für den bvvp
Dipl.-Psych. Benedikt Waldherr
1. Vorsitzender
Berlin, 28.05.2019

 

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG
 
122. Deutscher Ärztetag
Psychotherapeuten-Verbände kritisieren die Äußerungen des scheidenden BÄK-Präsidenten
 
Münster, 31.05.2019 Die Vertreter der beiden Psychotherapeutenverbände Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten (bvvp) und Deutsche PsychotherapeutenVereinigung DPtV kritisieren die Äußerungen von Prof. Frank Ulrich Montgomery zum Abschluss seiner Amtszeit in seiner Ansprache an die Delegierten bei der Eröffnung des Deutschen Ärztetags am 28.Mai in Münster. „Seine abwertenden Behauptungen sind überdies unzutreffend. Er diskreditiert damit nicht nur die Angehörigen eines akademischen Heilberufs, sondern sät auch Zwietracht zwischen psychotherapeutisch tätigen (Fach-)Ärzten und Psychologischen Psychotherapeuten. Ärztliche und Psychologische Psychotherapeuten sind vom Gesetzgeber seit über 20 Jahren gleichermaßen in die psychotherapeutische Versorgung eingebunden, arbeiten nach denselben Richtlinien, sind in den Beratenden Fachausschüssen der KVen und der KBV paritätisch vertreten. Möchte er das Rad zurückdrehen, zulasten der Versorgung von Patientinnen und Patienten?“ wundern sich die Vertreter der Verbände.
 
Dipl.-Psych. Barbara Lubisch, Bundesvorsitzende der DPtV, und Angelika Haun, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, stellvertretende Vorsitzende des bvvp, stellen richtig: Weder ist das Ausbildungsreformgesetz der Psychotherapeuten ‚überflüssig‘, noch wird die Psychotherapie dadurch ‚aus der Medizin herausgelöst und zu einem eigenen Beruf erhoben‘: Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sind seit 20 Jahren eigenständige Heilberufe neben den Ärzten. Das Ausbildungsreformgesetz ist dringend notwendig, längst überfällig, um Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung nach dem Bologna-Prozess zu vereinheitlichen und die sozialrechtlich nicht abgesicherte, ausgesprochen prekäre Ausbildungssituation in einem Beruf zu beenden, der eine der tragenden Säulen in unserem Gesundheitssystem ist.
 
Psychotherapie ist auch etwas zutiefst Ärztliches, aber – auch historisch – nichts allein Ärztliches. Sie kann nicht von einer Berufsgruppe alleine gepachtet werden. Psychotherapie hat wissenschaftliche Wurzeln in der Medizin, in der Psychologie, Pädagogik und weiteren Sozialwissenschaften und sie lebt vom Miteinander der verschiedenen Disziplinen in gegenseitiger Bereicherung. Eine Aufspaltung führt zu ihrer Verarmung. „Psyche und Soma werden sich nie voneinander trennen lassen“ ist Angelika Haun überzeugt „ganz unabhängig davon, welche Disziplinen und Berufsgruppen sich mit ihr beschäftigen. Die verschiedenen Berufsgruppen gehören zueinander, müssen sich gegenseitig integrieren, genauso wie die verschiedenen Bereiche von Psyche und Soma sich ineinander verschränken.“
 
Auch die Behauptung, Sigmund Freud würde sich im Grabe umdrehen, ist falsch. Freud war fest überzeugt, dass Menschen mit anderer als der ärztlichen Herkunft sehr gut, wenn nicht besser geeignet seien, Psychoanalytiker zu werden. Er meinte ganz im Gegenteil, dass die ärztliche Schulung auf Diagnostizieren und direktes Handeln der in der Psychoanalyse notwendigen gleich schwebenden Aufmerksamkeit abträglich sei!
 
Die in der Reform des Ausbildungsgesetzes geplante Psychotherapeutenausbildung umfasst mitnichten nur ein 5jähriges Studium, sondern ebenso wie bei Ärzten eine anschließende mindestens 5jährige Weiterbildungszeit im stationären und ambulanten Bereich; erst danach darf man in einer Praxis selbstständig mit Patienten arbeiten. Es ändert sich lediglich der Zeitpunkt der Approbation. Dieser wird ans Ende des Studiums vorverlegt, wo er bei Ärzten auch liegt. Die sozialrechtliche Befähigung zur selbständigen Ausübung des Berufes innerhalb unseres Gesundheitssystems ist, wie bei Ärzten auch, erst nach dem Abschluss der Weiterbildung gegeben.
 
„Wir arbeiten in versorgungsorientierten Projekten mit Ärzten gut und konstruktiv zusammen. Hier sei nur erinnert an das NPPV-Projekt (neurologisch-psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung) des Innovationsfonds in Nordrhein. Wir hoffen, dass die berufsgruppenübergreifende kooperative Versorgung weiter Fahrt aufnimmt“, stimmen die Verbände überein.
DPtV und bvvp setzen auf eine integrative, respektvolle, der Psychotherapie in jeder Hinsicht förderliche Zusammenarbeit mit dem neu gewählten Bundesärztekammervorstand, gratulieren herzlich zum neuen Amt und wünschen eine glückliche Hand.
 
Ansprechpartner für Medien
 
bvvp Bundesgeschäftsstelle
Anja Manz – Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 - 88 72 59 54 | Mobil 0157 80541481
E-Mail: presse@bvvp.de
 
Deutsche PsychotherapeutenVereinigung – DPtV
Ursula-Anne Ochel
Tel.: 033636 – 27 90 78 | Mobil 0171 – 322 43 46
E-Mail: DPtV-Presse@t-online.de

Berufsverband der Vertragspsychotherapeuten im April

Mitgliederversammlung 2019 bvvp-Schleswig-Holstein

 

Samstag, dem 27.04.2019, 11 - ca. 14 Uhr im


VITALIA Seehotel, Am Kurpark 3, 23795 Bad Segeberg

 

Liebe Mitglieder,


ab 11 Uhr wollen wir die Mitgliederversammlung abhalten, nach den notwendigen Formalien an einem Lunchbuffet teilnehmen und miteinander ins Gespräch kommen, um z.B. über die Telematik-Problematik zu diskutieren, Ende 14 Uhr.

Über zahlreiches Erscheinen würden wir uns sehr freuen. Wir haben diesmal wieder diesen Ort gewählt, weil er zentral in S-H liegt und allen Mitgliedern besser bekannt sein dürfte als unser bisheriger Treffpunkt im etwas tristen My Tryp by Wyndham – Hotel in Bad Bramstedt.
Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie für unser berufspolitisches Engagement interessieren könnten. Vielleicht haben einige der neuen Mitglieder Lust, sich zusammen mit dem jungen Forum (s. die Bundeshomepage dazu) für die Berufspolitik einzusetzen.
Unsere Vorstandswahl findet zwar erst wieder in 2020 statt, es wäre jedoch gut, sich schon jetzt über eine Mitarbeit im Vorstand Gedanken zu machen, damit die Arbeit im bvvp-sh auch nach 2020 weitergehen kann, zu unser aller Vorteil.

Das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung vom 24.03.2018 wurde Ihnen bereits Anfang Juni 2018 zugesandt. Es liegen aber auch Exemplare zur Einsicht bei der Mitgliederver-sammlung bereit.

Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre Fragen auf der Mitgliederversammlung zu stellen, sich mit uns auszutauschen und zu diskutieren. Vieles lässt sich mündlich umfassender erklären als es in den Rundbriefen möglich ist.

Änderungen der Tagesordnung können von den Mitgliedern bis zu 14 Tage vor der MV schriftlich (bzw. per E-Mail) beantragt werden.

Bitte geben Sie Frau Glüsing bis zum 20.04.2019 Bescheid, ob Sie zur Mitgliederversamm-lung ab 11 Uhr und zum Imbiss ab etwa 12 Uhr kommen können.

Jahreshauptversammlung des bvvp Schleswig-Holstein
am 27.04.2019

 


T A G E S O R D N U N G

TOP 1    Begrüßung und Genehmigung des Protokolls der letzten Jahreshauptversammlung

TOP 2    Bericht des Vorstandes

TOP 3    Bericht des Schatzmeisters
TOP 4    a) Bericht der Kassenprüfer (Frau Severloh-Straeter und Herr Dr.med. Andreas Ziegler)
             b) Entlastung des Schatzmeisters

TOP 5    Entlastung des Vorstandes

TOP 7    Verschiedenes

Ich hoffe, möglichst viele von Ihnen bei unserer Mitgliederversammlung begrüßen zu dürfen!

Dr. Katharina Laban, 1. Vors. des bvvp-Schleswig-Holstein